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Den richtigen Webhoster finden

Veröffentlicht: 15.07.2017

Den richtigen Webhoster für den eigenen Blog finden

Wer wie ich eine eigene Homepage mit eigenen Blogs betreibt, muss sich früher oder später für einen der vielen Webhoster entscheiden. Aktuell tritt das Thema wieder auf dem Plan, weil sich Meldungen verbreiten, nach denen Webhoster Ziele von Ransomware-Angriffen wurden. Das Thema Sicherheit sollte also keinesfalls unterschätzt werden, ist aber nicht das einzige Kriterium. Was Webhosting überhaupt ist und worauf es bei der Auswahl des Tarifs ankommt.

Webhosting einfach erklärt
Um einen Blog oder auch eine andere Website zu veröffentlichen, müssen die Inhalte auf einem Rechner jederzeit zur Verfügung gestellt werden. Der eigene PC kommt dafür kaum in Betracht, schon weil die Internetleitung vergleichsweise langsam ist und das Gerät natürlich auch nicht immer laufen soll. Die Anschaffung eines eigenen Servers wäre möglich, aber zu kostspielig. Aus diesem Grund können die Leistungen einfach von einem externen Anbieter in Anspruch genommen werden, indem der Blogger Serverkapazitäten in einem Rechenzentrum anbietet. Im Unterschied hierzu gibt es übrigens auch noch das Domain-Hosting, bei der tatsächlich nur eine Domain-Weiterleitung, also sozusagen die Internetadresse, reserviert und angemietet wird; der entsprechende "technische Unterbau" samt Speicherplatz fehlt also.

Große Auswahl bei Tarifen und Anbietern
Doch auch beim Webhosting ist die Auswahl immens: Neben klassischen Internetprovidern wie 1&1 oder der Telekom, haben auch Anbieter wie WebGo oder Host Europe eigene Tarife im Angebot. Insbesondere Letzterer wird vom Verbraucherportal Netzsieger im Vergleich als gut angesehen.

Zu den Vorteilen des Webhosters zählen:
- ein hohes Maß an Datensicherheit
- die Möglichkeit, individuelle Leistungen so zu buchen
- der ausgezeichnete Support
- Verzicht auf Vertragsbindung
- ein Homepage Baukasten, der im Webhosting bereits inklusive ist

Anspruchsvollere Nutzer werden allerdings kritisieren, dass Auswahl an Web-Applikationen gering ausfällt und SiteLock nur gegen Aufpreis erhältlich ist. Bei SiteLock handelt es sich um ein cloudbasiertes Sicherheitstool, welches die Website auf Malware und sonstige Schwachstellen hin überprüft.

Thema Sicherheit wird immer wichtiger
Zu den üblichen Kriterien bei der Tarifauswahl gehört neben Preis und Vertragslaufzeit auch die Menge des Speicherplatzes, die zur Verfügung gestellt wird. Weiterhin ist die gewährte Performance von Bedeutung, weil verschiedene Kunden auf einen Server geschaltet werden. Hier machen die Hoster durchaus Unterschiede; je mehr Kunden sich aus Kostengründen einen Server teilen müssen, desto geringer fallen die Zugriffsgeschwindigkeiten aus. Idealerweise macht der Anbieter die Zusicherung, dass nur eine bestimmte Anzahl von Kunden auf einen Server geschaltet werden. Der Standort des Rechenzentrums ist ebenso von Bedeutung, weil das Datenschutzrecht des jeweiligen Landes zur Anwendung kommt. Ideal ist also ein deutsches Rechenzentrum, zumindest in Europa sollte es allerdings in jedem Fall verortet sein.

Speicherplatz hängt vom Zweck der Website ab
Hinsichtlich des Speicherplatzes lassen sich keine pauschalen Empfehlungen geben. Wer nicht unbedingt viele hochauflösende Bilder und Videos hochladen möchte, kommt meist schon mit den kleineren Standardtarifen ab 25 GB zurecht; mindestens 5 GB für E-Mails sollten zusätzlich vorhanden sein. Am besten wird vorher geprüft, welche Größe die hoch zu ladenden Inhalte haben. Wichtiger ist häufig, dass der Webspace skalierbar ist; sich bei Bedarf also ohne unverhältnismäßige Mehrkosten erweitern lässt. Wer nur die Standardleistung benötigt, kommt bereits für fünf Euro monatlich an ein entsprechendes Angebot. Wer im Bereich Programmierung nicht viel Know-how mitbringt und auch den Umgang mit CMS-Anwendungen noch nicht kennengelernt hat, sollte übrigens einen Homepage-Baukasten nutzen, mit dem sich die eigene Webpräsenz ohne Vorkenntnisse erstellen lässt. Dann klappt es ganz schnell mit der eigenen Website - günstig und ohne übertriebenen Zeitaufwand.

Hinweis: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Netzsieger.